Karzinom
Unter Karzinom versteht man eine
bösartige Geschwulst des Deckgewebes
Karzinom
Carcinoma. - s.a. Tumor…, Krebs…, Kanzer… sowie unter dem jeweiligen Organtumor.
Ein maligner Tumor, der aus dem Epithel (Deckgewebe) wie z.B. der Haut, der Schleimhaut oder dem Drüsengewebe herauswächst, wird als ‚Karzinom’ bezeichnet. Dieser Begriff wird oft auch synonym verwendet, wenn von einer Krebserkrankung allgemein die Rede ist. Das ist vielleicht unter anderem auch deshalb so, weil die Karzinome einen beträchtlichen Teil aller bösartigen Tumorerkrankungen im Erwachsenenalter ausmachen.
Je nach Erscheinungsbild, Entwicklungsstadium und Ursprungsgewebe wird das Karzinom mit unterschiedlichen Begriffen bzw. Begriffszusammensetzungen bezeichnet. Bei einem ‚Adenokarzinom’ z.B. handelt es sich um eine Geschwulst des drüsigen Deckgewebes, welches nochmals nach Art der Struktur und Lokalisation weiter unterteilt wird. Neben dem Adenokarzinom kommt das so genannte ‚Plattenepithelkarzinom’, auch ‚squamöses Karzinom’ genannt, ebenfalls häufig vor. Dieses hat seinen Namen von einer plattenähnlichen Deckschicht verhornter bzw. nicht verhornter Haut oder Schleimhaut; bei einem Spinaliom hingegen ist z.B. das Epithel der Stachelzellenschicht von Oberhaut oder Schleimhäuten betroffen. Daneben existieren auch so genannte ‚Karzinosarkome’. Das sind Tumore, welche aus drüsigen und bindegewebsartigen Teilen bestehen.
Weiter wird das Karzinom nach dem Stadium seiner Entwicklung beurteilt. Hat eine bösartige Geschwulst z.B. die Basalschicht zwischen Binde- und Deckgewebe noch nicht überwunden, so ist von ‚Carcinoma in situ’ die Rede. Ein Frühkarzinom hat diesen Schritt bereits ausgeführt. Dessen Wachstum ist aber nach wie vor noch auf das Bindegewebe beschränkt, während ein Karzinom im fortgeschrittenen Stadium bereits weiter in die Tiefe gewachsen ist und vielleicht Tochtergeschwüre an verschiedenen Orten gebildet hat (Karzinose). Gerade in den Anfangsstadien kann die Heilung, vor allem ohne Metastasierung, sehr positiv verlaufen. Später werden oftmals chirurgische Tumorentfernung sowie Chemo- bzw. Strahlentherapie unumgänglich.
Karzinom, hepatozelluläres
Leberzellkarzinom.
Karzinom, intraepitheliales; präinvasives K.
Carcinoma in situ; s.a. Dysplasie.
Karzinom, kolorektales
Darmkarzinom.
Karzinom, mikroinvasives
Karzinom mit geringer Invasionstiefe, z.B. m. Kollumkarzinom.
Karzinom, spinozelluläres
Plattenepithelkarzinom.Hemmung bösartigen Wachstums durch - möglichst selektive - Einwirkung chemischer Stoffe (Zytostatika; gegengeschlechtliche Hormone), ionisierender Strahlung etc. auf die relativ labilen Tumorzellen.
karzinomatös
Syn.: carcinomatosus
einen bösartigen Tumor (i.e.S. ein Karzinom) betreffend.
Karzinomneuropathie
paraneoplastisches Syndrom mit Symptomatik seitens des Nervensystems (z.B. Ataxie, Lähmungen, Polyneuritis- u. Myopathie-ähnliche Krankheitsbilder).
Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: I | J | K | L · Artikel erstellt am: 03.05.2006




