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Krebstherapie

Juckreiz

- kann auch eine Krebserkrankung begleiten

Juckreiz, auch ‚Pruritus’ genannt (von lat. prurire=jucken), umschreibt eine Sinneswahrnehmung von Haut bzw. Schleimhäuten, welche als höchst unangenehmer Eindruck zu einem beständiges Kratzen verleitet. Juckreiz kann an einer oder auch mehreren Stellen des Körpers lokalisiert sein.
Botenstoffe, unter anderem Histamin, welche auf recht unterschiedliche Weise freigesetzt werden (z.B. durch Immunstoffe, Stoffwechselprodukte, Arzneien, Kontaktstoffe, Nahrungsmittel, Umweltallergene, Vitaminmangel, Hormonveränderungen etc., stimulieren die Rezeptoren der Nervenbahnen. Die Haut kann Rötungen, Pusteln, Knötchen und anderes mehr bekommen und das Jucken unter anderem auch von Erscheinungen wie Stechen oder Kribbeln begleitet sein. Ein Kratzen und Reiben wiederum kann Veränderungen der Haut verstärken und zu (weiteren) Verletzungen, Infektionen, Verkrustungen führen.
Betrachtet man die Auslöser von Juckreiz, so ist klar, das dieser entweder ein Symptom einer Erkrankung ist, welche sich entweder nur auf der Hautoberfläche abspielt oder aber (zusätzlich) physisch wie psychisch im Innern des Körpers schwelt. Der Juckreiz kann als Begleiterscheinung auftreten, wenn er z.B. durch die Einnahme von Medikamenten zur Heilung einer Krankheit ausgelöst wird. Einige Krebsarten, darunter nicht nur Hauttumore, können deshalb auch von einem Juckreiz begleitet sein. Bei einer speziellen Form von Lymphknotenkrebs z.B. (Hodgkin-Krankheit) sowie bei Leukämie (Blutkrebs) tritt er oftmals auf. Ebenso können Lebermetastasen Juckreiz auslösen, indem sie das normale Abfließen der in der Leber produzierten Galle verhindern und sich diese dann im Blut, danach in der Haut ansammelt, was zu einem Jucken führt.

Nach wie vor ist nicht genau klar, ob der Körper über eigens den Juckreiz registrierende Rezeptoren verfügt, oder ob die Schmerzrezeptoren dafür verantwortlich sind, indem sie auf bestimmte Reizungen nur anders reagieren und die bestehenden Impulse dann über Nervenbahnen zum Gehirn leiten, wo sie als Jucken erkannt werden. Für diese Annahme spricht, dass Jucken durch beständiges Kratzen auf Schmerzempfindung umgestellt wird, was bekanntlich leichter zu ertragen ist, weil Schmerz mit der Zeit zum Abklingen kommt. Eine Linderung des Juckens wird in vielen Fällen mit innerlicher wie äußerlicher Anwendung von Medikamenten erreicht, welche die Freisetzung der entsprechenden Botenstoffe hemmen (z.B. Antihistaminika).

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Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: I | J | K | L · Artikel erstellt am: 26.04.2006
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