Abrikossoff-Geschwulst
Gutartiger Tumor, der vom Nervengewebe oder der quergestreiften Muskulatur ausgeht. Er kann theoretisch das gesamte Integumentum, also alle Bereiche der äußeren Haut, befallen. Betroffen von dieser nicht sehr häufigen Geschwulst sind aber überwiegend Zunge, Lippen und Harnblase. Eine bösartige Entartung ist sehr selten. Sind andere Krankheiten ausgeschlossen (etwa Fibrom, Keloid, Histiozytom oder Xanthom), kann die meist erbsengroße Geschwulst herausgeschnitten werden (Exzision). Benannt wurde diese Tumorart nach dem russischen Pathologen Aleksei Ivanovich Abrikossoff (1875-1955). Er beschrieb diese Krebsart als erster, u. a. im deutschsprachigen Virchows Archiv für pathologische Anatomie und Physiologie und für klinische Medizin, 1926, 260: 215-233 ("Über Myome, ausgehend von der quergestreiften willkürlichen Muskulatur"). Andere Bezeichnungen für die Abrikossoff-Geschwulst sind Granularzelltumor, Myoblastenmyom; granuläres Neurom; Granularzellmyoblastom; Myeloblastenmyom oder Schaumzelltumor.
Englisch: Abrikossoff’s tumour, granular-cell schwannoma
Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: A | B | C | D · Artikel erstellt am: 17.08.2006




