Osteoid-Osteom
Das Osteoid-Osteom wird auch als kortikales Osteoblastom bezeichnet und ist in der Kortikalis der Diaphysen oder Schädelknochen lokalisiert. Es erreicht selten eine Größe über 1,5 cm. Der zentrale Abschnitt besteht aus unreifen Osteoblasten, osteoklastären Riesenzellen und reichlich neugebildetem, unreifem und verkalktem Osteoid. Dieser zentrale Abschnitt wird auch als Nidus bezeichnet und ist umgeben von sklerosiertem lamellärem Knochen der Kompakta. Dadurch entsteht ein charakteristisches Röntgenbild (Abb. 19.15a ) mit zentraler Aufhellung und peripherer Verschattung, das mit einer sklerosierenden Osteomyelitis verwechselt werden kann. Rezidive können auftreten, wenn der Nidus nicht vollständig entfernt ist. Morphologisch besteht eine große Ähnlichkeit zum Osteoblastom, das sich meist nur aufgrund der Größe und Lokalisation vom Osteoid-Osteom unterscheidet. Diese Veränderungen werden daher heute als einheitliche, zumindest eng verwandte Knochenläsionen aufgefaßt.
Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: M | N | O | P · Artikel erstellt am: 17.08.2006




