Onkologie
Die Onkologie ist eine Wissenschaft, die in der breiten Öffentlichkeit noch immer wenig Beachtung findet. Umso mehr wird sie wegen ihrer Errungenschaften geschätzt. Dieser scheinbare Widerspruch birgt den Fakt, dass die Vorbeugung, Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Krebs (Onkologie) auf Nichtbetroffene nicht sonderlich attraktiv wirkt. Patienten und deren Angehörige aber wissen die Errungenschaften auf diesem Gebiet sehr zu schätzen.
Um die Onkologie besser zu verstehen, muss man zunächst klären, was Krebs ist. In der Schule haben wir alle gelernt, dass Zellteilung und auch Zellwachstum ganz normale Vorgänge sind. Normalerweise geschieht so etwas nur, wenn es unbedingt nötig ist. Teilt sich eine Zelle nun aber grundlos und ungebremst, kann das für den Körper böse Folgen haben. Im schlimmsten Falle wirkt das neue Gewebe böse auf anliegendes Gewebe. Durch Blut können Teile dieses Gewebes auch an andere Stellen des Körpers gelangen und dort Wucherungen anregen (Metastasen). Ist dieses neue Zellgewebe tatsächlich böse, spricht man von einem Tumor. Also Krebs. Und hier muss die Onkologie ansetzen.
Die moderne Onkologie setzt massiv auf Prävention, also Vorbeugung. Das betrifft nicht nur die Entstehung von Tumoren, sondern auch deren Ausbreitung. Wie man vorbeugen kann, untersucht die Onkologie anhand einzelner Krankenbilder, die ausgewertet und statistisch zusammengefasst werden. Die Auswertungen werden meist für große Informationskampagnen gegen den Krebs benutzt. Dabei spezialisiert man sich auf besonders gefährdete Personengruppen, wie Raucher oder Menschen, die besonderen Belastungen ausgesetzt sind. Man erhofft sich dadurch, den Krebs schon vor dem Ausbruch eliminieren , oder ihn zumindest in einem Frühstadium erkennen zu können. Dabei spricht man von der Früherkennung, deren Hauptbestandteil die Diagnostik ist. Diese Sammlung von Symptomen dient der Onkologie als Ausgangspunkt für differenziertere Untersuchungen. Hier kommen z.B. Röntgenstrahlen oder Labortests von Köperflüssigkeiten und Gewebeabstrichen zum Einsatz. Wurde Krebs diagnostiziert, bestimmt der Onkologe das Stadium nach dem internationalen ‚TNM-System’.
Um die optimale therapeutische Methode zu finden, ist die Bestimmung des Stadiums sehr wichtig. Die Onkologie ist stets darauf bedacht, die für den Patienten beste Methode zu wählen. Am häufigsten kommen operative Tumorentfernung, Chemotherapie, Bestrahlung sowie eine Hormon- bzw. Immunbehandlung, auch in Kombination, zum Einsatz. Die Stadienbestimmung lässt auch die Heilungschancenbestimmung zu. Bei den Therapien wird Krebsgewebe entweder entfernt und zerstört (kurativ) oder aber geschrumpft bzw. verkleinert (palliativ). Heutzutage werden gerne Schul- und Alternativmedizin ergänzt.
Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: M | N | O | P · Artikel erstellt am: 20.04.2006




