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Krebstherapie

Basaliom(a)

Syn.: Basalzellenkrebs, Epithelioma basocellulare
von den basalen Zellagen der Epidermis u. der Talgdrüsen-Haarfollikel ausgehender, örtlich infiltrierend u. destruierend wachsender, aber extrem selten metastasierender (»semimaligner«) Tumor; v.a. an lichtexponierter Haut (Gesicht = 80%, Hals, Nacken, Ohren, Unterschenkel); Therapie: möglichst frühzeitig Exzision mit ausreichendem Sicherheitsabstand (ggf. mit plastischer Op.); Kryo-, Lasertherapie, Röntgentherapie.

Das Basaliom ist mit ca. 80 % aller Fälle die häufigste Hautkrebs-Art. Pro Jahr erkranken rund 80.000 Menschen. Das Basaliom, auch Basallzell-Krebs genannt, kommt bei beiden Geschlechtern gleich häufig vor. Der Altersgipfel liegt im 6. Lebens-Jahrzehnt. Ein Basaliom kann jedoch schon viel früher entstehen. Typisch ist sein langsames Wachstum über Jahre und Jahrzehnte.

Basalzell-Krebs ist eine Erkrankung der Oberhaut, kann aber ein ausgeprägtes Tiefenwachstum aufweisen. Es gibt bei diesem Hautkrebs keine Vorstufe, das heißt schon die erste kleine Hautveränderung ist eine Krebsgeschwulst. Tochtergeschwulste (Metastasen) werden so gut wie nie gebildet.
Ein Basaliom entsteht hauptsächlich durch UV-Schädigung der Haut und ist daher häufig auf den Sonnenterrassen des Körpers zu finden:

Gesicht (vor allem Nase und Unterlippe)
Hals
Nacken
Hände
 

Vielfältiges Aussehen
Das Basaliom kann verschiedenartig aussehen. Anfangs fällt er häufig als kleiner, porzellanartiger Pickel auf, auf dessen Oberfläche winzige Blutgefäße zu sehen sind. Später sinkt die Oberfläche dieser Pickel in der Mitte ein, und es entsteht eine Mulde mit wallartigem Rand. Der Boden dieser Mulde ist verkrustet und blutet häufig, der Rand ist mit kleinen Gefäßen durchzogen.

Basaliom(a) initiales
klinisch sehr unterschiedlich; z.B. kaum linsengroße, grauweiße Induration mit einzelnen Teleangiektasien (kleine, durch Verletzung wegen Rasierens oder Kratzens immer wieder auftretende Blutkruste gilt als klin. Leitsymptom).

Basaliom(a) pigmentiertes
meist flaches, unregelmäßig gefärbtes, bräunlich oder braun-schwarzes, oft zentral atrophisch eingesunkenes B. mit höckriger, glasig-glänzender Oberfläche (mit Teleangiektasien).

Basaliom(a) sklerodermiformis
schwer erkennbares B. vor allem an Nase, Stirn, Wangen; wachs- oder elfenbeinartige, flache, schlecht abgrenzbare Infiltratplatte.

Basaliom(a) solidum
Syn.: knotiges (noduläres) B.
häufigstes B.; hautfarbenes, wächsern-glasiges, derbes, schmerzloses Knötchen mit feinen Teleangiektasien, Abb.; infolge zentraler Einsenkung u. Atrophie entsteht der typische perlartige Randsaum: Basalioma planum cicatricans. Neigung zu zentraler Ulzeration mit hämorrhagischer Verkrustung (Ulcus rodens).

Basaliom(a) terebrans
Ulcus terebrans.

Basaliom(a) zystisches
relativ weiches, bis erbsgroßes, bläulich-weißes B. mit Teleangiektasien, häufig im Lid- oder oberen Wangenbereich.

Rumpfhautbasaliome
multiple B. an nicht-lichtexponierten Stellen; oberflächlich lokalisierte, rötlich oder rötlich-braune, gelegentl. leicht juckende Herde, evtl. mit feiner Schuppung oder kleinen Krusten (Abb.); harte, kleine, perlartige Knötchen im Randgebiet sind diagnostisch hilfreich. Auftreten z.B. Jahrzehnte nach Arsenzufuhr (Therapie, Brunnenwasser, Winzer); s.a. Nävobasaliomatose (Gorlin*-Goltz* Syndrom).

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Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: A | B | C | D · Artikel erstellt am: 17.08.2006
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