Chondrosarkom
Syn.: Enchondroma malignum
bösartiger Tumor des Knorpelgewebes, gelegentlich zahlreich auftretend (»Chondrosarkomatose«); nach dem Osteosarkom der häufigste maligne Knochentumor, vorwiegend im Erwachsenenalter; Lokalisation: große Röhrenknochen, Knochen des Stammskeletts, Becken, Schultergürtel; entsteht meist innerhalb eines Knochens (zentrales Ch.), bzw. auf dem Boden eines Enchondroms (sekundäres Ch.); der Tumor wächst i.d.R. langsam u. ohne massive Knochenzerstörung mit dementsprechend dezenter klinischer Symptomatik (z.B. Beschwerden durch Schwellung) u. kann daher bei Diagnose schon relativ groß sein; Therapie: radikale operative Entfernung.
Im Gegensatz zu gutartigen Knorpeltumoren entwickeln sich Chondrosarkome vorzugsweise im Stammskelett (Rippen, Beckenknochen, Schulterblatt, Femurkopf, Schenkelhals, Humerus, Skapula) und nur extrem selten in den peripheren kleinen Knochen. Chondrosarkome können in jedem Alter auftreten, am häufigsten jedoch zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr. Von sekundären Chondrosarkomen spricht man bei Tumoren, die sich auf einem vorbestehenden, benignen Knorpeltumor entwickeln (z.B. aus einem Chondrom, bei Chondromatosen oder bei kartilaginären Exostosen).
Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: A | B | C | D · Artikel erstellt am: 17.08.2006




