Chondrom, Enchondrom
Chondrome kommen meist in der Spongiosa der kleinen peripheren Knochen, vorwiegend in den Phalangen des Hand- oder Fußskeletts vor, werden aber auch zentral in den Rippen oder in den Metaphysen der langen Röhrenknochen gefunden. Sie gehören zu den häufigsten gutartigen Knochentumoren und treten vorwiegend bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf. Histologisch gleichen sie dem hyalinen Blasen- oder Säulenknorpel der Epiphysenfuge. Sie können sehr zellreich sein, proliferieren, verkalken und auch eine enchondrale Knochenbildung aufweisen. Nur im Gegensatz zu solitären, peripheren Chondromen können zentrale Chondrome der langen Röhrenknochen rezidivieren und maligne entarten. Multiple Chondrome treten im Rahmen der genetisch bedingten Enchondromatose auf (M. Ollier). Dabei können bizarre Knochendeformierungen entstehen. Die maligne Entartung eines Chondroms bei familiären Enchondromatosen ist relativ häufig.
Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: A | B | C | D · Artikel erstellt am: 17.08.2006




