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Krebstherapie

Mammakarzinom

Syn.: Brustkrebs
das - meist vom oberen-äußeren Quadranten ausgehende - Karzinom der weiblichen Brustdrüse; gehört zu den häufigsten Malignomen der Frau. Tritt v.a. im 5. u. 6. Ljz. auf, aber 30% der betroffenen Frauen sind jünger als 40 Jahre. Ätiologie u. Risikofaktoren: diskutiert werden u.a. Adipositas, Diabetes, fettreiche Ernährung, endokrine Faktoren, genetische Prädisposition (s. Tabellen Ätiologie und Risikofaktoren). Als prämaligne Mammaveränderungen gelten das Carcinoma ductale in situ (CDIS), das als echte Präkanzerose eingestuft wird, u. das Carcinoma lobulare in situ (CLIS). Das histologische Typenspektrum des M. ist vielfältig (WHO-Klassifizierung s. Tab.); grundsätzlich wird zwischen duktalen u. lobulären M. sowie zwischen nichtinvasiven u. invasiven Formen unterschieden. Von Bedeutung ist auch die häufige Multifokalität bzw. Multizentrizität des M. Die Tumorstadieneinteilung erfolgt nach dem TNM-System. Symptome: Knotenbildungen, krankhafte Drüsenabsonderungen, Bruströtung u. -schwellung (evtl. nur lokales Ödem), Ekzem u. Verziehung der Brustwarze (s.a. Abb.), evtl. Mastitis, Abszeß, Geschwürsbildung, Apfelsinenschalenhaut, Metastasierung in regionale Lymphknoten (Axilla, Pektoralisrand, Supraklavikulargrube) u. in örtliche Lymphgefäße der Haut (evtl. »Cancer en cuirasse«); ist nur selten schmerzhaft (v.a. in späteren Stadien). Eine Früherkennung des Tumors (Knoten!) kann durch Selbstuntersuchung möglich sein. Das Betasten der Brust sollte regelmäßig einige Tage nach der Menstruation erfolgen. Die Palpation wird mit der kontralateralen Hand von seitlich zur Mitte hin durchgeführt (Abb.) Die Diagnose stützt sich auf Mammo-, Galakto-, Sonographie, Punktionszytologie, Gewebeentnahme (Schnellschnittdiagnostik). Lokalisationshäufigkeit Abb. - Die Therapie erfolgt individuell, die Tendenz zu einer brusterhaltenden Therapie nimmt zu; weitere op. Verfahren: Mammaamputation mit axillärer Lymphadenektomie, evtl. mit Vor- u. Nachbestrahlung; ferner mit (adjuvanter) additiver oder ablativer Hormontherapie (hochdosierte Gestagene, Antiöstrogene, GnRH-Agonisten, Aromatasehemmer); ggf., je nach individueller Situation, (adjuvante) Chemotherapie.

Mammakarzinom, inflammatorisches

rasch wachsendes M., über dem die Haut wie bei einer Entzündung ödematös, gerötet, induriert u. schmerzhaft ist. Radikale Operationsverfahren sind kontraindiziert. Therapie: evtl. einfache Mastektomie nach vorheriger Chemotherapie (u. evtl. Bestrahlung), Applikation von Zytostatika.
E: inflammatory b. c.

Mammakarzinom des Mannes

seltenes, bevorzugt im 7. Ljz. auftretendes Karzinom der Brustdrüse des Mannes; sitzt stets submamillär, breitet sich rasch aus u. metastasiert frühzeitig.

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Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Brustkrebs, Krebsbegriffe: M | N | O | P · Artikel erstellt am: 20.04.2006
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