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Krebstherapie

Fibrosarkom

Fibrosarkom - Krebsgeschwulst des faserigen Bindegewebes

Nur selten entartet ein Fibrom als gutartige, gefäßreiche Bindegewebswucherung zu einem bösartigen Fibrosarkom, auch ‚fibroblastisches Sarkom’ genannt. Mit ‚Sarkom’ wiederum ist eine Geschwulst bezeichnet, welche ihren Ursprung in den Formen des Stützgewebes bzw. im embryonalen Bindegewebe (mesenchymales Gewebe) hin zu Muskel-, Binde-, Stütz- oder Nervengeweben hat.
Genauer betrachtet besteht ein Fibrosarkom aus unreifen, wuchernden Bildungszellen des faserigen Bindegewebes (Fibroblasten), welche eine spindelzellige und polymorphzellige Form aufweisen. Normalerweise spielen die Fibroblasten eine wichtige Rolle bei der Entstehung von interzellulärerer Substanz, vor allem bei der Produktion von Kollagen. Beim Fibrosarkom aber ist dieser Vorgang herabgesetzt, das heißt, weniger Kollagenfasern als üblich werden gebildet.
Diese Form des Krebses ist zwar selten, dafür aber sehr bösartig. In der Regel bildet er sich in tieferen Hautregionen und findet sich vermehrt an den unteren Gliedmaßen des Körpers. Meist tritt es als derber Knoten an der Hautoberfläche in Erscheinung, unregelmäßig geformt und von normaler bis rötlicher und bläulicher Färbung. Ein Fibrosarkom kann sich sowohl auf gesunder als auch auf kranker, z.B. durch Bestrahlung veränderter Haut, ausprägen. Es kann Geschwüre bilden, neigt zur schnellen lokalen Metastasierung, ist aber in der Regel schmerzlos und bleibt vielleicht gerade deshalb erst einmal längere Zeit unbeachtet. Eine Therapie gestaltet sich dann dementsprechend schwierig und ein chirurgischer Eingriff mit anschließender Chemotherapie bleibt Betroffenen nicht erspart.

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Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: E | F | G | H · Artikel erstellt am: 19.04.2006
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