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Krebstherapie

Endometriumkarzinom

Das Endometriumkarzinom ist eine Tumorerkrankung der Gebärmutterschleimhaut

Das Endometriumkarzinom, auch Korpuskarzinom, zählt neben dem Gebärmutterhalskrebs zu den bösartigen Erkrankungen des Uterus (Gebärmutter). Es entwickelt sich meist in den Drüsenzellen der Schleimhaut, tritt meist erst zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf und ist die dritthäufigste bösartige Erkrankung des weiblichen Organismus.
Als Risikofaktoren gelten: zu hoher Östrogenspiegel infolge verminderter Gestagenbildung in den Wechseljahren, längere Blutungsstörungen kurz davor oder verspätete Menopause (z.B. nach 55 ), Einnahme östrogenhaltiger Arzneien ohne Gestagenanteil in dieser Zeit sowie Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Kinderlosigkeit, Krebserkrankung an Dickdarm oder Brust, Strahlentherapie in Becken- bzw. Bauchregion oder Uterusmyome.
Ein Endometriumkarzinom entwickelt sich langsam und zeigt relativ spät eine genauere Symptomatik. Eine vergrößerte Gebärmutter, Zwischen- sowie Schmierblutungen vor bzw. nach der Menstruation (ab 35), Blutungen nach der Menopause, blutiger und eitriger Ausfluss mit Unterleibsschmerzen z.B. können Anzeichen sein. Wenn die richtige Diagnose zu einem frühen Zeitpunkt erfolgt, kann ein Tumor häufig vollständig geheilt werden.
Mit einer Vaginalsonographie (Ultraschall) können Schleimhaut, Eierstöcke und Muskulatur gut beurteilt werden. Aber erst eine Gewebeprobe mittels Ausschabung (Abrasio) von Gebärmutterhalskanal und Gebärmutterkörper kann mit einer anschließend detaillierten mikroskopischen Analyse ein eindeutiges Ergebnis liefern. Danach erfolgen weitere Untersuchungen, auch von Nachbarorganen, mit Hilfe von z.B. bildgebenden Verfahren (CT, MRT) neben der Sonographie. Vom Tumor selbst gebildete Stoffe (Tumormarker - z.B. CEA = Carcinoembryonales Antigen) können auf diese spezielle Krebserkrankung hinweisen, müssen dies aber nicht und sind somit also kein zuverlässiges Indiz. Sie leisten allenfalls in der Krebsnachsorge gute Dienste.
Zur Behandlung des Tumors stehen, je nach dessen Stadium, Sitz und Größe z.B., mehrere Verfahren zur Auswahl. Oft werden neben der Gebärmutter auch die Eierstöcke (und Eileiter) operativ entfernt, da diese Östrogene produzieren, welche wiederum das Endometriumkarzinom wachsen lassen. Nach solch einem Eingriff erfolgt häufig zusätzlich eine Strahlentherapie, meist von außen durch die Haut (perkutan) und von innen durch Scheide und Gebärmutter (endoluminal) mittels einer Hohlsonde (Afterloading-Verfahren). Auch Therapien mit hoher Hormongabe (Gestagen) oder mit Zytostatika kommen oft zusätzlich zum Einsatz.

Begriffe mit Themenrelevanz zum Artikel: Krebs Endometriumkarzinom Korpuskarzinom Uterus Abrasio Afterloading-Verfahren

Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: E | F | G | H · Artikel erstellt am: 19.04.2006
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