Adenom
Das Adenom ist eine gutartige Epithelgeschwulst
gutartiger Tumor aus Drüsenzellen der Schleimhaut
Das Adenom ist eine gutartige (benigne) Zellwucherung. Diese Neu- bzw. Mehrbildung von Körpergewebe (Neoplasie) entsteht aus dem oberen, ein- oder mehrschichtigen Zellverband (Deckgewebe / Epithel) von Drüsengeweben, darunter speziell auch von Schleimhäuten des Darms und Magens sowie der Atemwege.
Adenome können sich nicht nur in den unterschiedlichsten Organen entwickeln, sondern auch dementsprechend unterschiedlich strukturiert sein (z.B. fibrös = faserreich; papillar = warzenartig etc.). Die Bezeichnung ‚Adenom’ wird dann mit einem Zusatz versehen bzw. die jeweilige Geschwulst mit einem Spezialbegriff ausgewiesen. So handelt es sich z.B. bei einem ‚Fibroadenom’ um eine stark bindegewebshaltige Geschwulst, vor allem im Brustbereich. Als ‚Papillom’ bezeichnet wird hingegen eine Warzengeschwulst aus gefäßreichem Bindegewebe.
Da sich auch ein Adenom unter bestimmten Umständen in bösartiges (malignes) Tumorgewebe verwandeln kann, wird es in vielen Fällen vorsorglich operativ entfernt. Ein entartetes Adenom ist als ‚Adenokarzinom’ bekannt bzw. wird bei Organen mit viel Bindegewebe als ‚Adenosarkom’ bezeichnet.
Sehr häufig findet sich das Adenom als Wucherung der Schleimhautwände von Hohlorganen (Polypen) wieder. Neben dem Nasen-Rachen-Raum ist davon vor allem der Magen-Darm-Trakt betroffen. Da die Polypen behindernd in den jeweiligen Hohlraum hineinragen, können sie leicht verletzt werden. Blut im Stuhl kann deshalb z.B. ein Hinweis auf deren Existenz sein. Aber erst eine Darmspiegelung kann den Befund sicher bestätigen. In der Regel werden dann die lästigen Wucherungen bei einer derartigen Untersuchung sogleich vorsorglich entfernt.
Das so genannte ‚autonome Adenom’, z.B. in der Schilddrüse, kann eigenständig, außerhalb des hormonellen Regelkreises der Hirnanhangdrüse (Hypophyse), auch Hormone produzieren und freisetzen, was zu einer hormonellen Überproduktion bzw. zu einem Ungleichgewicht führt. Kommt es zu einer Ansammlung von mehreren Geschwülsten innerhalb eines Organs, spricht man von einer ‚Adenomatose’.
Adenom(a), autonomes
s.u. Adenoma toxicum.
Adenom(a) hepatozelluläres
Syn.: Leberzelladenom
seltener benigner Tumor; wird mit der jahrelangen Einnahme von Östrogenen oder Anabolica in Verbindung gebracht; tritt verstärkt in der Schwangerschaft auf.
Adenom(a) kaltes
hormonell inaktiver Schilddrüsenknoten, der im Szintigramm »kalt« imponiert (auch als »kalter Knoten« bezeichnet).
Adenom(a) kolorektales
Dickdarmadenom; benigne Neoplasien des Dickdarmdrüsenepithels mit Atypien verschiedenen Grades; von besonderer Bedeutung ist das maligne Entartungspotential (Adenom-Karzinom-Sequenz, Abb.). In der WHO-Klassifikation (1989) werden 3 histologische Typen unterschieden: 1) tubuläre A.; 2) villöse A.; 3) tubulovillöse A.
Adenom(a) lymphomatosum
Cystadenolymphoma.
Adenom(a) malignum
Syn.: A. destruens
seltener bösartiger Tumor von adenomartiger Struktur, jedoch mit Üppigkeit der drüsigen Wucherungen.
Adenom(a) oxyphiles
Hürthle* Zell-Adenom, Onkozytom.
Adenom(a) pleomorphes
Speicheldrüsenmischtumor.
Adenom(a) sebaceum (senile)
Syn.: Naevus Pringle
ein in Vielzahl vorkommendes Fibroadenom mit zahlreichen Talgdrüsen; einseitig oder beidseitig-symmetrisch im Nasen-Lippenfalten-Bereich als rötlich-gelbe Papeln (Abb.); s.a. Hirnsklerose, tuberöse (Pringle*-Bourneville* Syndrom).
Adenom(a) solidum
s.u. Adenom.
E: solid a.
Adenom(a) sudoriparum
Hidradenom.
Adenom(a) toxicum
verlassene Bez. für eine unifokale Autonomie der Schilddrüse (»heißer Knoten«; dekompensiertes autonomes Adenom); zeigt bei der Szintigraphie vermehrte Radiojod-Speicherung u. ist Ursache einer Hyperthyreose.
Adenom(a) umbilicale
1)
das seltene »Enteroteratom« der Nabelwunde (Rest eines blind endenden Ductus omphalomesentericus).
2)
Nabeladenom bei der Endometriosis externa.A., autonomes
s.u. Adenoma toxicum.
Adenom(a) hepatozelluläres
Syn.: Leberzelladenom
seltener benigner Tumor; wird mit der jahrelangen Einnahme von Östrogenen oder Anabolica in Verbindung gebracht; tritt verstärkt in der Schwangerschaft auf.
Adenom(a) kaltes
hormonell inaktiver Schilddrüsenknoten, der im Szintigramm »kalt« imponiert (auch als »kalter Knoten« bezeichnet).
Adenom(a) kolorektales
Dickdarmadenom; benigne Neoplasien des Dickdarmdrüsenepithels mit Atypien verschiedenen Grades; von besonderer Bedeutung ist das maligne Entartungspotential (Adenom-Karzinom-Sequenz, Abb.). In der WHO-Klassifikation (1989) werden 3 histologische Typen unterschieden: 1) tubuläre A.; 2) villöse A.; 3) tubulovillöse A.
Adenom(a) lymphomatosum
Cystadenolymphoma.
Adenom(a) malignum
Syn.: A. destruens
seltener bösartiger Tumor von adenomartiger Struktur, jedoch mit Üppigkeit der drüsigen Wucherungen.
Adenom(a) oxyphiles
Hürthle* Zell-Adenom, Onkozytom.
Adenom(a) pleomorphes
Speicheldrüsenmischtumor.
Adenom(a) sebaceum (senile)
Syn.: Naevus Pringle
ein in Vielzahl vorkommendes Fibroadenom mit zahlreichen Talgdrüsen; einseitig oder beidseitig-symmetrisch im Nasen-Lippenfalten-Bereich als rötlich-gelbe Papeln (Abb.); s.a. Hirnsklerose, tuberöse (Pringle*-Bourneville* Syndrom).
Adenom(a) solidum
s.u. Adenom.
Adenom(a) sudoriparum
Hidradenom.
Adenom(a) toxicum
verlassene Bez. für eine unifokale Autonomie der Schilddrüse (»heißer Knoten«; dekompensiertes autonomes Adenom); zeigt bei der Szintigraphie vermehrte Radiojod-Speicherung u. ist Ursache einer Hyperthyreose.
Adenom(a) umbilicale
1)
das seltene »Enteroteratom« der Nabelwunde (Rest eines blind endenden Ductus omphalomesentericus).
2)
Nabeladenom bei der Endometriosis externa.
Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: A | B | C | D · Artikel erstellt am: 19.04.2006




