Palliative Tumorbehandlung
Ist aufgrund der Tumorausdehnung oder der Art des Tumors eine lokale Tumorvernichtung nicht mehr möglich, so ist eine Heilung auch meist nicht mehr zu erwarten. Das darf aber nicht bedeuten, dass nun alle Therapiemaßnahmen sinnlos sind und daher unterlassen werden. Die Strategie des Behandlungsplanes muss aber anders sein. Ziel ist jetzt, dem Kranken die verbleibende Lebenszeit so beschwerdefrei wie möglich zu gestalten und belastende Eingriffe zu vermeiden, wenn sie nicht der Abwendung bevorstehender starker Beschwerden, Schmerzen oder Funktionsstörungen dienen.
Operation
Palliative Operationen werden seltener in Frage kommen. Sie haben eine Indikation, wenn schwere Schmerzzustände beseitigt werden müssen (z. B. durch Amputation) oder wichtige Funktionen zu erhalten sind (z. B. die Wegsamkeit des Verdauungstraktes). Es kann aber auch die Entfernung großer Tumormassen angebracht sein, wenn danach eine Strahlentherapie oder eine zytostatische Chemotherapie anhaltenden Erfolg verspricht. Radikalität ist bei diesen Eingriffen weniger wichtig. Das Therapieziel sollte durch einen einfachen, raschen und wenig belastenden Eingriff erreicht werden (S( HUIl IS U. Mitarb. 1973).
Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: M | N | O | P · Artikel erstellt am: 28.06.2006




