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Krebstherapie

Speicheldrüsen Tumoren

Maligne Speicheldrüsentumoren sind selten. Sie sind Tumoren des höheren Lebensalters, Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen. Eine praktisch wichtigere Rolle spielen die gutartigen Tumoren, die häufiger sind und in früherem Lebensalter gesehen werden. Die Parotis ist der häufigste Sitz, seltener die Submandibularis.
Die primären Lymphknotenstationen der Parotis liegen in der Drüse präaurikulär und im Kieferwinkel. Hierher metastasieren auch die Tumoren der Submandibularis. Weitere Stationen sind die oberen tiefen zervikalen Lymphknoten. Lymphogene Metastasen werden regelmäßig gefunden, Fernmetastasen in Lunge und Leber sind nicht selten.
Mukoepidermoidtumoren, Zylindrome und Azinuszelltumoren gelten als Karzinome mit niedriger Malignität. Sie wachsen meist langsam örtlich zerstörend, können aber auch (selten) lymphogen und hämatogen metastasieren.

Therapie
Benigne und maligne Speicheldrüsentumoren sind in der Regel wenig strahlensensibel, die operative Behandlung steht deshalb ganz im Vordergrund. Die einfache Enukleation von gutartigen Tumoren hat sich nicht bewährt, da Rezidive und maligne Entartung häufig sind. Heute wird die Lobektomie des tumortragenden Lappens empfohlen. Maligne Geschwülste, auch die mit niedriger Malignität, erfordern eine radikale Exstirpation der gesamten Speicheldrüse, evtl. mit Resektion der durch den Tumor infiltrierten Nachbarschaft. Je nach Erfordernis-sen wird eine neck dissection angeschlossen.
Ahnliches gilt auch für die seltenen Tumoren der kleinen Speicheldrüsen, die im Bereich der
vorkommen. Die Strahlentherapie folgt postoperativ. wenn der Tumor nicht vollständig entfernt wurde, und bei Rezidiven. die nicht operabel sind.

 

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Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: Q | R | S | T · Artikel erstellt am: 28.06.2006
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