Oropharynx Tumor
Der Oropharynx schließt nach allgemeiner Definition Tumoren des Zungengrundes, der Tonsillen und des Gaumenbogens einschließlich der Uvula und der Rachenwände ein. Malignome in diesem Bereich sind nicht selten, an erster Stelle findet man sie vom lymphatischen Gewebe der Tonsillen ausgehend. Männer sind häufiger betroffen als Frauen, die Altersverteilung ist vom histologischen Typ abhängig. Tumoren des lymphatischen Gewebes werden auch bei Kindern und Jugendlichen beobachtet. Die histologische Vielfalt ist wiederum groß.
Der Lymphabfluß der Region geht entlang der V. jugularis zu den tiefen zervikalen Lymphknoten. Regelmäßig befallen ist ein Lymphknoten, der unterhalb des Kieferwinkels und des M. digastricus gelegen ist. Fletcher fand ihn in 57% vergrößert, insgesamt waren Lymphknotenmetastasen in 77% der Fälle vorhanden. Als weitere primäre Lymphstationen sind auch die nicht tastbaren parapharyngealen Lymphknoten anzusehen.
Auf der kontralateralen Seite findet man in 7—9% Metastasen. Der weitere Abfluß führt zu den tiefen zervikalen Gruppen.
Die klinische Symptomatologie ist gering. Mißempfindungen und Schluckbeschwerden sind die frühen Zeichen; Schmerzen, Mittelohrsymptome und vermehrter Speichelfluß können bei größeren Tumoren auftreten. Die Diagnosestellung erfolgt durch eine HNO-ärztliche Untersuchung, Biopsie und röntgenologische respektive PET Darstellung.
Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: M | N | O | P · Artikel erstellt am: 28.06.2006




