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Krebstherapie

Uteruskarzinom

Ein Uteruskarzinom ist ein Tumor des drüsigen
Deckgewebes im Bereich der Gebärmutter

Je nach Lokalisation des Tumors spricht man bei einem Uteruskarzinom von Gebärmutterhalskrebs (Zervix-, Kollumkarzinom) oder Gebärmutterschleimhautkrebs (Endometrium-, Korpuskarzinom). Während Gebärmutterschleimhautkrebs vorwiegend 50- bis 70-jährige Frauen betrifft, tritt Krebs am Gebärmutterhals hauptsächlich zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr in Erscheinung. Letzterer ist im Vergleich zum Korpuskarzinom dreimal so häufig anzutreffen. Beide Tumorarten bestehen aus unterschiedlichen Zelltypverbänden, gehen aber beide von der obersten Schleimhautschicht bzw. von Drüsengewebe aus - zum einen im Gebärmutterkörper in der Gebärmutterhöhle (Cavum), zum anderen im sich daran angliedernden Hohlorgan des Gebärmutterhalses mit dem Gebärmuttermund (Portio), der diesen zur Scheide hin abschließt.
Während sich ein Uteruskarzinom der Gebärmutterschleimhaut vorwiegend unter der hormonellen Umstellung der Wechseljahre zu entwickeln scheint, entarten die Zellen im Gebärmutterhals verstärkt infolge frühen Geschlechtsverkehrs mit wechselnden Partnern und sich einstellenden Infektionen durch bestimmte Papillomaviren. Meist entwickelt sich ein Zervixkarzinom aus einer Krebsvorstufe an jener Stelle, an der das Epithel des Muttermundes und die Schleimhaut des Halses aufeinander treffen.
Beide Arten von Uteruskarzinom wachsen nur langsam und zeigen erst spät eine genauerer Symptomatik. Meist belaufen sich Beschwerden auf z.B. Blutungen, Ausfluss und Unterleibsschmerzen. Vor allem Gebärmutterhalskrebs kann aber mit einem jährlich von den Krankenkassen bezahlten Zellabstrich (ab dem 20. Lebensjahr) aus Gebärmutterhalskanal und äußerem Muttermund frühzeitig als Krebsvorstufe erkannt werden (Pap-Test). Zusätzlich kommen bei Krebsverdacht vor allem Lupen- (Kolposkopie, Vaginoskopie) und Tastuntersuchung sowie Ultraschall (Vaginalsonographie) zum Einsatz.
Eine Ausschabung (Abrasio uteri), d.h. eine Abtragung der oberen Schleimhautschicht und deren mikroskopische Untersuchung liefert noch genauere Ergebnisse. Ebenso dient die Konisation (kegelförmige Ausschneidung) des Gebärmutterhalses der Entnahme einer Gewebeprobe und ist bei einem Uteruskarzinom im Vor- bzw. Frühstadium auch gleichzeitig oft schon die Therapie. Bei fortgeschrittener Erkrankung wird die Gebärmutter meist mit Anhang entweder über einen Bauchschnitt oder über die Scheide operativ entfernt (Hysterektomie). Eine Strahlenbehandlung kommt danach oft zusätzlich zum Einsatz - entweder von innen durch Scheide und Gebärmutter (endoluminal) mit einer Hohlsonde als lokale Kontaktbestrahlung (Afterloading-Verfahren) oder aber von außen durch die Haut hindurch (perkutan). In weit fortgeschrittenem Stadium ist sie meist die einzige Therapiemethode, die angewandt wird.

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Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: U | V | W | X | Y | Z · Artikel erstellt am: 21.06.2006
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