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Sarkom

Sarkom – bösartige Geschwulst des Stützgewebes

Ein Sarkom (von griechisch ‚Fleisch’) bezeichnet im Gegensatz zur anderen großen Tumorgruppe der Karzinome (Tumore des Deckgewebes) Geschwülste, die sich in den Weichteilen, im Bindegewebe, in den Muskeln, Knochen, Knorpeln, hinzu im Fettgewebe als auch in Teilen des Nervenapparats ausbreiten. Im Vergleich zum Karzinom tritt ein Sarkom sehr viel seltener in Erscheinung. Die Tumorzellen haben ihren Ursprung im mesenchymalen (embryonalen) Bindegewebe. Die Sarkome können demnach nochmals unterschieden werden: z.B. histogenetisch nach dem vorwiegend kopierten Mesenchymabkömmling, nach der jeweils vorherrschenden Zellform (spindel-, polymorph-, rundzellig) oder nach dem erkrankten Gewebe bzw. dem Organ selbst. Je nachdem wird dem Begriff ‚Sarkom’ dann eine spezielle Bezeichnung hinzugefügt. So spricht man beispielsweise bei einem Tumor der Muskulatur von einem ‚Myosarkom’, bei einer Geschwulst im Fettgewebe hingegen von einem ‚Liposarkom’ usw. Bei einer so genannten ‚Sarkomatose’ hat sich ein Sarkom bereits weiter ausgebreitet, möglicherweise gar Tochtergeschwülste gebildet.
Bei der Entstehung eines Sarkoms werden unter anderem ursächlich eine vorausgegangene erhöhte Strahlenbelastung sowie eine verstärkte Einwirkung von PVC oder Asbest vermutet. Allgemein lassen sich die Ursachen aber bis zum heutigen Tag wiederum nicht eindeutig klären. Lokale Schwellungen und Schmerzen sind meist symptomatisch für einen Tumor der Weichteilregion oder des Knochenapparats. Je nachdem, welches Gewebe betroffen ist, kann die Bösartigkeit und damit auch die Therapie unterschiedlich ausfallen. In der Regel wird ein Sarkom aber zuerst einmal operativ entfernt. Dann schließen sich meist eine Strahlenbehandlung und / oder eine Chemotherapie an.

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Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: Q | R | S | T · Artikel erstellt am: 13.06.2006
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