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Krebstherapie

Rhabdomyosarkom

Ein Rhabdomyosarkom ist ein Tumorgebilde
der quer gestreiften Muskulatur

Bei einem Rhabdomyosarkom handelt es sich um einen Weichteiltumor, der sich in der quer gestreiften Muskulatur vor allem der Hals- und Kopfregion, der Extremitäten sowie im Urogenitaltrakt manifestiert. Diese Krebsart kommt sehr häufig im Kindesalter vor, reiht sich in die Gruppe der Sarkome (Krebs v.a. im Stütz-, Binde-, Muskel-, Nervenapparat) ein und ist im Gegensatz zum Karzinom relativ selten ausgeprägt. Unterm Mikroskop betrachtet lässt sich das Rhabdomyosarkom nochmals unterscheiden in eine embryonale (spindelförmige, unreife), polymorphe (abgerundete, längliche, vielgestaltige) und alveoläre (große, mehrkernige, quer gestreifte) Zellausprägung.
Symptomal ist das Rhabdomyosarkom abhängig vom jeweiligen Ort seiner Lokalisation. Während es im Bereich der Harnwege häufig Schmerzen beim Wasserlassen, Bauchkrämpfe, Verstopfung mit Blut im Stuhl sowie Vaginalblutungen bei der Frau und Schwellung der Hoden beim Mann verursacht, kommt es bei einem Tumor in den Extremitäten allgemein zu lokal schmerzhaften Schwellungen, welche im fortgeschrittenen Stadium nicht selten mit schweren Funktionsstörungen einhergehen.
Ein Rhabdomyosarkom wird in der Regel mit verschiedenen bildgebenden Verfahren (z.B. Röntgen, Kernspintomographie, Szintigraphie) diagnostiziert. Eine Gewebeentnahme (Biopsie) mit mikroskopischer Untersuchung gibt weiter Aufschluss, vor allem über die jeweils ausgeprägte Zellform des erkrankten Gewebes. Entsprechend wird dann eine Therapie eingeleitet, meist eine operative Entfernung des Tumorgewebes mit anschließender Strahlenbehandlung und / oder Chemotherapie.

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Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: Q | R | S | T · Artikel erstellt am: 13.06.2006
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