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Krebstherapie

Quetschung

Quetschung als Folge einer Tumorausbreitung

Quetschung (Zusammenpressung) und Prellung werden auch lateinisch ‚Contusio’ und ‚Compressio’ genannt und sind Wunden, die von Stoß-, Zug- und Druckkräften (auch Einklemmung und Abquetschung) herrühren. Sie verursachen an den betroffenen Körperstellen bzw. Organen (z.B. an Haut, Nerven, Muskulatur, Blutgefässen etc.) eine Schwellung (Ödem), zumeist ohne offene Wunde. Aus den beschädigten Kapillaren ist in solch einem Fall Blut und Lymphe in das umliegende Gewebe ausgeströmt. Blutunterlaufene, bläuliche Flecken, meist mit unregelmäßigen Rändern können auftreten (Bluterguss bzw. Hämatom). Dabei kann Gewebe absterben. Manchmal sind zusätzlich anämische Quetschmarken sichtbar. Daneben gibt es so genannte ‚Rissquetschwunden’, meist bei einer tieferen Weichteilquetschung. Die jeweilige Stelle weist dann einen Riss auf bzw. ist aufgeplatzt. Meist kommt es dabei erst zeitversetzt nach der Verletzung zu einer etwas stärkeren Blutung. Bei einer tiefgehenden, auch im Innern des Körpers befindlichen Quetschung können mehrere Gewebeschichten weit reichend betroffen sein.

Auch ein Tumor kann durch sein infiltrierendes, stark ausbreitendes und Tochtergeschwülste produzierendes Wachstum eine Quetschung von Weichteilen bzw. Organen bewirken. Zum Beispiel wandern Tumorzellen häufig von Brust, Prostata, Schilddrüse, Nieren und Lungen aus über die Blut- und Lymphgefäße in einzelne Knochen (Knochenmarksraum) ein. Bei sehr guter Durchblutung der knöchernen Struktur können sich dann diese Krebszellen schnell vermehren und für Ablagerungen bzw. für Überschuss an Knochenmaterial sorgen. Es kann zur Schwächung des Skeletts und zu Knochenbrüchen kommen, ebenso im Bereich der Wirbelsäule zu einer Verengung des Wirbelkanals durch größere Knochenstücke, Tumordruck und damit verbundenen Blutungen. Die Verengung kann wiederum eine Quetschung des Rückenmarks bzw. der dort befindlichen Nervenstränge, eventuell mit dem Symptom einer Querschnittlähmung, bewirken. In einem anderen Fall, beispielsweise bei der Diagnose eines Prostatakarzinoms, kann eine Vergrößerung der Vorsteherdrüse zu einer Quetschung der von dieser Drüse umlagerten Harnröhre führen und in der Folge hiervon zu einer Schädigung des Ausscheidungsorgans mit damit verbundenen Problemen der Harnentleerung.

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Kategoriezuordnung: Krebs-Lexikon, Krebsbegriffe: Q | R | S | T · Artikel erstellt am: 09.06.2006
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