Positronen-Emissions-Tomographie - PET
Diagnoseverfahren: Positronen-Emissions-Tomographie Um Krebs sinnvoll bekämpfen zu können, muss man wissen, wo dieser zu finden ist und welche Teile betroffen sind. Nicht selten war es ein Problem früherer Behandlungen, dass man betroffene Teile im Körper schlicht übersah. So haben Neuerungen im Diagnose- und Therapieverfahren Konjunktur. Eine recht neue und leider auch sehr teure Sache ist die Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Die hat den Vorteil genauer und vor allem schneller als bekannte Verfahren, wie die „Computertomographie“ (CT) und die „Magnet-Resonanz-Tomographie“ (MRT) der Krebsfrüherkennung zu sein. Aus Kostengründen wird die Positronen-Emissions-Tomographie aber auch mit den gängigen Verfahren kombiniert.
Wie funktioniert diese teure, aber genaue Diagnose?
Positronen-Emissions-Tomographie setzt auf Positronenstrahler, auch Tracer genannt. Dabei handelt es sich um radioaktiv markierte Substanzen, die meist Zuckerarten sind, da diese in den meisten Zellen abgebaut werden. Dabei wird aber darauf geachtet, dass der Patient keine Überdosis abbekommt. Insgesamt gilt die Positronen-Emissions-Tomographie für den Patienten als verträglicher und als unkomplizierter, als andere Verfahren. Doch zurück zum chemischen Prozess der Positronen-Emissions-Tomographie: Der Positronenstrahler setzt zwei Energieteilchen frei, die Linien entstehen lassen, die es Computern ermöglichen, ein 3D-Bild des Körpers und der Zellen zu errechnen. Dies passiert in Echtzeit, während der Patient durch eine Röhre geschoben wird.

Das Geheimnis der Positronen-Emissions-Tomographie: Da Tumorzellen mit entartetem Wachstum einen erhöhten Traubenzuckerverbrauch aufweisen und sich deshalb der Zucker vermehrt in ihnen anreichert, heben sie sich im hell-dunkel kontrastierten PET-CT-Bild bereits als millimetergroße helle Flecken deutlich gegenüber gesunden Zellen ab – der Krebs wird sichtbar.
Der Nutzen liegt auf der Hand: Je schneller, je früher und je sicherer man die Bedrohung durch den Krebs einschätzen kann, desto besser kann die spätere Behandlung ausfallen. Die Positronen-Emissions-Tomographie rettet so schlicht Leben. Neben dem Einsatz in der Krebsdiagnose ist die Positronen-Emissions-Tomographie auch in der Kardiologie und Neurologie nicht mehr wegzudenken. Und sie ist normalerweise eine Regelleistung privater Krankenversicherer, wird aber ebenso von den gesetzlichen Kassen nach einem Genehmigungsverfahren gewährleistet – trotz der hohen Kosten.
Quelle: www.gesund-vital-online.de/kat/gesundheit/diagnoseverfahren/
Kategoriezuordnung: Diagnoseverfahren · Artikel erstellt am: 19.04.2006




